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Liste der mutigen Kommunal- und
Gerichtsentscheide
in der Schweiz
und im Fürstentum Liechtenstein gegen den Bau von
Mobilfunkantennen
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Stand 11.
Oktober 2010 |
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Der Gemeinderat von Bubikon/ZH lehnt den Bau einer
Mobilfunkanlage der Firma Orange SA auf dem alten Schulhaus ab,
da sich die Anhaltspunkte für gesundheitliche Schädigungen durch
solche Sendeanlagen mehren. (Zürcher Oberländer, 17. 3.1999)
Der Gemeinderat von
Fehraltorf/ZH verweigert die Bewilligung für den Bau einer
Mobilfunkantenne der Firma Orange SA aus Gesundheitsgründen. (ZO,
2.7.99)
Der Gemeinderat von
Unterentfelden/AG lehnt den Bau einer geplanten Natelantenne
ab. (Aargauer Zeitung, 16.9.99)
Der Gemeinderat von
Bubikon/ZH verweigert der Firma Orange SA, gestützt auf das
Vorsorgeprinzip des Umweltschutzgesetzes, die Bewilligung für
den Bau einer Mobilfunkantenne beim Bahnhof. (ZO, 23.9.99)
Die Genfer
Kantonsregierung erlässt von sich aus ein strengeres
Reglement, nach welchem auch für private Balkone und Terrassen
die 10x strengeren Anlagegrenzwerte angewendet werden müssen, da
sie diese Orte – im Unterschied zu Bundesrat und Bundesgericht
(!) – ebenfalls als Orte mit empfindlicher Nutzung betrachtet.
Thun/BE: Der
Gemeinderat von Thun beschloss in diesem Jahr, für
Antennenbaugesuche auf gemeindeeigenen Bauten wie Schul- und
Verwaltungsgebäuden keine Baubewilligungen mehr zu erteilen.
(46. Rundbrief von Gigaherz) |
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Im Jahr
2000
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Krummenau/SG: Der Gemeinderat spricht sich gegen eine
Mobilfunkantenne direkt oberhalb des Dorfes Ennetbühl aus. (St.
Galler Tagblatt, 6. Febr. 2004)
Emmen/LU: Der
Emmer Gemeinderat verweigerte am 15. März der Firma Orange
Communications SA die Baubewilligungen für zwei
Mobilfunkantennen, „obwohl die gesetzlichen, materiellen,
baurechtlichen und umweltrechtlichen Voraussetzungen
grundsätzlich erfüllt sind.“ Die eine war geplant auf dem
Dachgeschoss des Hochhauses Benziwil 25, - wogegen sich über 700
Einwohner/innen mit Einsprachen wehrten - und die andere auf dem
Dach des Shopping Centers. Der Emmer Gemeindeammann Tony Maeder
begründete diese Entscheide folgendermassen: „Es geht uns um den
Schutz der Bevölkerung. Dies ist wichtiger als irgendwelche
kommerziellen Interessen.“ (NLZ, 31. März 2000)
Der Gemeinderat von
Thalwil/ZH lehnt den Bau einer Mobilfunkantenne auf dem
Werkhof ab. (TA, 29.8.2000) |
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Der Gemeinderat von
Wängi/TG lehnte – entgegen dem Entscheid des Amtes für
Raumplanung des Kantons Thurgau – ein Gesuch der Firma Orange SA
um Aufrüstung einer bestehenden Mobilfunkantenne für den
UMTS-Betrieb aus gesundheitlichen Bedenken ab. (Gigaherz,
27.11.01)
Der Gemeinderat von
Dornach/SO lehnt den Bau weiterer Mobilfunkantennen strikte
ab. (Rundbrief der Schweiz. IG Elektrosmog-Betroffener Gigaherz,
Dezember 2001)
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Im Jahr 2005 |
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Im Jahr 2006 |
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Im Jahr
2007 |
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www.bger.ch
> 1C_40/2007 vom 6. November 2007)
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Im Jahr
2008
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Im Jahr
2009 |
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Offen ist
einerseits, ob in den umliegenden Wohngebieten von Krummenau
und Ennetbühl sowie auf der Verbindungsstrasse von Wattwil auf
die Schwägalp, wie von den Mobilfunkbetreibern behauptet,
überhaupt eine Versorgungslücke besteht. Laut Bundesgericht
hätte Anlass bestanden, das Ausmass der Versorgungslücke
abzuklären. Andrerseits war für das Bundesgericht von
Bedeutung, dass die geplante Anlage „in nicht unerheblichem
Umfang Nichtbauzonenland“ beansprucht hätte. Unter diesen
Umständen hätte das Verwaltungsgericht die
Standort-Gebundenheit der Antennenanlage nicht einfach unter
Hinweis auf die bestehende bauliche Nutzung des Standortes „Brüggli“
bejahen dürfen, befand das Bundesgericht. Vielmehr hätte das
Verwaltungsgericht prüfen müssen, ob dieser Standort klar
besser wäre als mögliche Standorte innerhalb der Bauzonen. Das
Bundesgericht verlangt deshalb eine neue Standortevaluation.
(St. Galler Tagblatt, 23, September 2009)
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Im Jahr
2010 |
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ns/BE:
Die beiden
Mobilfunkbetreiber Swisscom und Sunrise wollten, gemäss
Baupublikation vom 12. Februar 2010, beim Werkhof Ins, mitten
im Dorf, eine neue und dazu eine der stärksten
Mobilfunkantennenanlagen der Region aufstellen, die weit über
das Dorf hinaus strahlen sollte. Weil angeblich ein Vertreter
der Firma Sunrise dem Gemeinderat im Falle der
Nicht-Bewilligung mit der Enteignung des Werkhofs gedroht
hatte, bereitete letzterer den entsprechenden Baurechtsvertrag
vor...
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